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150 islamische Extremisten im Kanton

Erschienen am: Mo, 03.03.2014 · Erschienen in: 20min Online

Die Antwort der St. Galler Regierung auf eine Interpellation von Kantonsrat Mirco Rossi (SVP) lässt aufhorchen: Im Kanton leben gemäss Schätzungen der Polizei derzeit 150 fundamentalistische Moslems. Darunter soll sich eine grössere Gruppe von Salafisten befinden, deren Mitglieder vorwiegend aus Albanien und Mazedonien stammen. Gezählt wurden nur die Männer, da von Frauen und Kindern wenig bis keine Gefahr ausgehe.

Der Salafismus orientiert sich streng an den Regeln der Frühzeit des Islams, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt. Ziel der Salafisten sei es, Ungläubige zum Islam zu bekehren, notfalls auch mit Gewalt.

«Die meisten Jihadisten, also Gotteskrieger, kommen aus dem Salafismus», sagt der Politikwissenschafter Albert A. Stahel. Die genannte Gruppierung sei ein potentielles Sicherheitsrisiko. «Längst nicht alle Salafisten sind radikal», hält Imam Rehan Neziri dagegen. Der in der Ostschweiz lebende Mazedonier kennt laut eigenen Angaben selbst einige Salafisten. «Das sind keine Extremisten.» Auch in seinem Heimatland bildeten Anhänger dieser Strömung nur eine kleine Minderheit.

Polizei beobachtet
Der Kantonspolizei sind gemäss Regierung keine unmittelbar gefährlichen Aktivitäten der Salafisten bekannt. Sie stünden aber unter Beobachtung und bei Verdacht auf strafbare Handlungen werde sofort Anzeige erstattet.
Das Problem mit solchen Gruppierungen sei vor allem ein gesellschaftliches: Die islamischen Fundamentalisten lehnten hiesige Werte ab. Dies wiederum führe zu Reibungen mit Schulen und Behörden, etwa wegen des Schwimm- und Turnunterrichts.

Link zum Orginalartikel auf 20min (Link via Logo)

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