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Gemüseproduktion und Energiegesetz betrachtet

Erschienen am: Fr, 12.05.2017 · Erschienen in: Zeitung Werdenberger und Obertoggenburger

Kürzlich lud die SVP Werdenberg zur Besichtigung der Firma Verdunova AG in Sennwald ein. Firmengründer und Inhaber Beni Dürr präsentierte sein spannendes Unternehmen, welches grossen Wert auf Schweizer Produkte und Schweizer Produktion legt, den 45 interessierten Personen. Das geht aus einer Medienmitteilung der Partei hervor.

Schon als Bauer mit einem Viehbetrieb suchte Beni Dürr nach neuen Mitteln und Wegen. «Damals startete ich mit Himbeeren und Schnittblumen», erläuterte er. «Doch schnell merkte ich, dass ich den Boden für den Anbau von Gemüse verwenden kann.» Nach dem Einstieg ins Tiefkühlgeschäft stiegen laufend die Anfragen nach Werdenberger Gemüse. Heute bewirtschaftet die Verdunova AG Flächen im ganzen Rheintal und beschäftigt ungefähr 100 Personen. Auf rund 150 Hektaren wächst aus 4,5 Millionen Setzlingen vom Blumenkohl über Romanesco bis hin zum Rüebli eine imposante Gemüsevielfalt.

Täglich werden 40 Tonnen Gemüse gewaschen

Während eines beeindruckenden Firmenrundgangs liessen sich die Anwesenden über das Produktionsvolumen der Firma informieren. So werden täglich gegen 40 Tonnen Gemüse gewaschen, gekocht, tiefgefroren und im 7000 Platten fassenden Lager konserviert. Als nächsten Ausbauschritt kündigte Beni Dürr an, dass in nächster Zeit eine zweite Produktionslinie eingebaut wird, womit die Produktion um 20 Prozent gesteigert wird.

Im Anschluss an die Ausführungen von Beni Dürr sorgte Roman Rauper für Aufklärung rund um die kommende Abstimmung zum Energiegesetz. Der studierte Elektroingenieur zeigte den anwesenden Mitgliedern anhand einigen Beispielen auf, wo der Bund überall regulatorisch eingreifen will. Ebenso präsentierte er die Auswirkungen der Energiestrategie von Deutschland. Diese habe nämlich dazu geführt, dass die deutsche Solarpanelindustrie komplett vom Markt verdrängt wurde, so Rauper. Zu den Gewinnern der deutschen Energiestrategie gehören vor allem die chinesischen Photovoltaikmodul- Produzenten.

Erstaunt zeigten sich die Anwesenden über die geplanten Gaskombikraftwerke, welche nun komplett aus den Medien verschwunden seien, so die SVP weiter. Die Partei verweist darauf, dass noch im Jahr 2011 Bundesrätin Leuthard diese Art von Kraftwerk als Ersatz für die Schweizer Kernkraftwerke präsentierte. Rauper führte weiter, dass innovative finanzierbare Lösungen (z.B. LED-Beleuchtung, innovative Gebäudehüllen, stromsparende Elektrogeräte, Tesla, etc.) der liberalen Marktwirtschaft zu verdanken sind. «Unnötige und übertriebene staatliche Regulierungen» gelte es deshalb mit aller Vehemenz zu verhindern. Abschliessend zu seinen Ausführungen plädierte Roman Rauper dafür, die Energiestrategie abzulehnen.

 

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